Beim Einkaufen wird ja wieder darauf geachtet, dass die Waren aus der näheren Umgebung kommen, so auch bei den Fruchtsäften. Aber verarbeiten die Keltereien auch lokale Früchte?
Ich habe mir stichpunktartig vier hessische Keltereien ausgesucht und angeschrieben. Dabei habe ich sie nach der Herkunft ihrer Früchte gefragt. Hier ging es mir nur um Früchte, die auch in Deutschland angebaut werden. Also Apfel, Birne, Kirsche, Traube und Johannisbeere. Da ich gerne Rhababer mag, durfte er auch nicht fehlen.
Apfelsaft
Alle vier Keltereien gaben übereinstimmend an, dass sie soweit möglich, ihre Äpfel aus dem regionalen Umfeld beziehen. Dabei sind Äpfel von privaten Streuobstwiesen stets willkommen. Reicht die gelieferte Menge nicht, so wie im letzten Jahr, wird aus deutschen Anbaugebieten wie Bodensee oder dem Alten Land in Norddeutschland zugekauft.
Die Kelterei Krämer bezieht auch mal Äpfel aus den Benelux-Ländern.
Traubensaft
Drei von vier Keltereien beziehen ihren Traubensaft aus Italien. Wobei Rapp’s seinen Traubensaft, wie viele andere Säfte nicht selbst herstellt, sondern von ihrer Schwestergesellschaft Kumpf bekommt.
Nur Walther bezieht seinen Traubensaft über „langjährige Partnerbetriebe aus Baden-Württemberg, die das Obst auch selber verarbeiten“. Damit ist aber nicht bekannt woher diese ihre Trauben beziehen.
Baden Württemberg
Johannisbeere, Sauerkirsche und Birne stammen meistens aus Baden-Württemberg und werden dort von hiesigen Betrieben zu Saft verarbeitet. Dieser wird dann von den vier Keltereien unter ihrem Namen vertrieben.
Rhabarbersaft
Obwohl Rhabarber ja kein Obst ist, sondern zu den Blattstielen gezählt wird und somit ein Gemüse ist, habe ich ihn hier bei den Fruchtsäften aufgenommen, da es sich um eine heimische Sorte handelt.
Weber bezieht ihn vom Niederrhein und Rapp’s von Kumpf, die den Rhabarber aus Baden-Württemberg bekommen.
Fazit
Bei den von mir angefragten vier Keltereien werden nur bei den Apfelsäften lokale Früchte verarbeitet. Bis auf Trauben kommen aber alle sonstigen heimischen Früchte aus Deutschland. Hervorheben möchte ich die Kelterei Kumpf, die zwar nicht aus Hessen kommt, weil hier schon direkt auf der Webseite die Möglichkeit besteht, nachzuschauen woher die Früchte für die Säfte stammen.
